28.11.2009

Ikea, Aderlass und Zombie-Schmetterlinge

Diese Woche bin ich mit einer Kommilitonin munter durch die Gegend gefahren um Dinge zu erledigen.
Angefangen hat unser Ausflug bei einem bekannten schwedischen Möbelhaus.
Öffnen tut der Laden um 10Uhr, wir waren wegen einer ausgefallenen Vorlesung um zehn vor da. Wir -und der Rest der Stadt.

Ich hab den Restaurant-Teil noch nie so dermaßen voll gesehen. Ist das Frühstück da so eine Offenbarung? Keine Ahnung, ich wusste bis dato ja nicht mal, dass sie überhaupt Frühstück anbieten (bzw. ich hab mir keine Gedanken darüber gemacht). Und alle die nicht essen oder Kaffee trinken waren, standen rum und warteten, dass der blaue Eirichtungstempel die Absperrbänder runter lässt und sie einlässt.
Um meinen Eindruck dazu in der Sprache meines Heimatstadtteils auszudrücken: Alter! Was geht??? Das ist Ikea und kein... was weiß denn ich, Designer-Schlussverkauf inkl. Videospielpremiere.

Nach dem Einkauf sind wir weiter in den Citti-Park zum Blutspenden.

An dieser Stelle etwas Werbung: Blutspenden ist toll! Wenn man sein eigenes Blut sehen kann und keinen medizinischen oder religiösen Hinderungsgrund hat ist das eine der einfachsten Möglichkeiten die es gibt, um Leben zu retten.
Die meisten Menschen scheinen zu glauben, dass die Konserven, die bei OPs etc. zu Hauf verbraucht werden, vom Himmel fallen und immer da sind. *möööööp* Auch diese Dinger müssen irgendwo herkommen, sprich: es braucht nette Menschen die das Zeug erst freiwillig hergeben.
Großes Plus: Blutspenden bringt nicht nur ein gutes Gewissen sondern kann auch zu einem gut gefüllten Magen und einem etwas vollerem Geldbeutel führen!
(Werbung ende)

Auch der schönste und blutigste Ausflug geht ein mal zu Ende und zu Hause hat schon eine Überraschung gewartet. Ein Schmetterling. Unter einem Messbecher.
Mitbewohnerin eins hat das Tier gefangen. An sich keine große Sache -wenn wir nicht die letzten Wochen geglaubt hätten er sei tot.

Was war los: Als ich hier eingezogen bin hing im Flur ein Schmetterling an der Wand, direkt unter der Decke. Der hing dann da ne ganze Weile. Mitbewohnerin zwei meinte bei ihrem Umzug zwei Monate vorher hing der da auch schon. Da er sich nun gar nicht gerührt hat gingen wir einfach mal von seinem Ableben aus und behielten ihn als Flur-Accessoire. Und letzte Woche war er weg. Einfach so. Und diese tauchte er wieder auf. quicklebendig. Auch einfach so. Entweder hat dieses Tier ernste Probleme damit seine innere Uhr mit den realen Jahreszeiten in Einklang zu bringen oder irgendwas geht da nicht mit rechten Dingen zu.

Machen Schmetterlinge das überhaupt? Drei Monate schlafen mein ich?

21.11.2009

Kiel für Zuagroaste (II): ÖPNV

Kiel ist wie gesagt keine "sooo große" Stadt, aber eben auch nicht so klein, dass man hier alles bequem zu Fuß erreichen könnte, vor allem wenn man, wie ich, an einem der äußersten Zipfel der Stadt wohnt.
Ich hab aber weder ein eigenes Auto, noch ein funktionierendes Fahrrad hier stehen, ohne öffentliche Verkehrsmittel geht also nix.
Nun verfügt das öffentliche Kieler Personen-Nahverkehrsnetz über zwei Möglichkeiten von A nach B zu kommen:

1. Bus
2. Schiff

Über die Fähre kann ich nicht viel sagen. Is mal was außergewöhnliches, macht aber Sinn wenn man bedenkt dass Ost- und Westkiel durch viel Wasser getrennt werden. Ich hatte bisher aber noch nicht das Bedürfnis danach quer über die Förde transportiert zu werden, und jetzt im Herbst/Winter fährt die glaub' eh nicht.

Und die Busse... sagen wir, sie haben definitiv ihren Teil zu meiner Ortskenntnis und Fitness bei getragen. Ich glaube letztes Wochenende hab ich es zum ersten mal geschafft problemlos von mir nach B zu kommen und das obwohl ich umsteigen musste.
"Problemlos" heißt, dass ich a) wirklich nur so lange gebraucht hab wie ich sollte und b) auch da angekommen bin wo ich wollte.
Das klingt recht unspektakulär, aber mein Negativ-Rekord liegt bei 1 1/2 Stunden statt einer halben und dann noch ne halbe Stunde laufen, weil ich im falschen Stadtteil angekommen bin. (Aber ich bin mir sicher, dass ich in den richtigen Bus gestiegen bin! Ehrlich!)

Meine Odysseen sind aber nicht zu 100% auf mich zurück zu führen (nur fast). Die Busse sollten hier einfach häufiger fahren. Einen (Anschluss-)Bus zu verpassen wird nämlich gleich nochmal unspaßiger wenn man merkt, dass der nächste erst in einer Stunde kommt. Oder gar nicht. Das tut ein guter Teil der Linien nämlich am Wochenende oder Abends. Unter der Woche ist es besser, da fahren die Busse bei mir zwei mal in der Stunde -___-

Wirklich spaßig sind hier allerdings die Busfahrer. Hey, es gibt hier wirklich nette, keine Frage! Aber wenn die Busse beim Vorlesungswechsel um die Uni rum gsteckt voll sind, wird der ein oder andere... gewöhnungsbedürftig.

Haltestelle.
Student: *drückt*
nichts passiert.
Student: "Machen Sie bitte die Tür auf?"
Busfahrer: "Nein."
Oo

Auch interessant ist die Affinität zu Bordsteinkanten, die den Busfahrern hier zu eigen ist. Mindestens einmal die Woche kracht einer, vor meinen Augen, mit vollem Karacho dagegen.

Aber es sind ja nicht alle so. Und vielleicht fällt ja doch noch ein Radl für mich vom Himmel.

15.11.2009

Kiel für Zuagroaste: Orientierung im Raum

Mit einiger Verspätung, aber nun gut. Was kann ich über Kiel so erzählen?

Kiel ist zwar eine Stadt, aber nun mal keine sooo große. Das macht es möglich viele Orte gut zu Fuß zu erreichen.
Aber auch wenn die Strecken recht kurz sind, bedeutet das nicht, dass man seinen Zielort auch problemlos findet. Ich jedenfalls nicht.

The problem: Straßenschilder.
Klar hat Kiel Straßenschilder. Ne Menge sogar. Und sie stehen sogar an fast jeder Kreuzung!
Und an manchen..... halt nich .__.

Was solls. Das schult das Gehirn. Dann merk ich mir irgendwann mal vielleicht an der wievielten rechts links ich denn nun abbiegen muss. Oder entdecke unbekannte Orte. Und bisher haben fehlende Schilder auch erst bei ner Hand voll Gelegenheiten dafür gesorgt das ich mich verwirrt im Kreis gedreht hab.
Viel lustiger ist das bei den Bussen. Aber dazu komme ich beim nächsten mal (und diesmal bin ich auch schneller *hüstl*).